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Saisonkalender

Die Fläche des Gartens ist die Bezugsgröße. Klicken Sie auf einen Monat: Blüte in m², Ökomahd, Düngung, Schädlinge und Saat. Der Graph bleibt vorn.

Blühende Fläche in m² · 120 m² Garten

Monat auf der x-Achse · m² auf der y-Achse

Im Juni blühen ca. 112 m² des 120 m²-Gartens — an Wiesensalbei.

  • Wiesensalbeikalkig · trocken/frisch112 m²
  • Schlehekalkverträglich · trocken/frisch0 m²
  • Efeuhumos, kalkhaltig bis neutral · frisch0 m²

Ökomahd · Düngung · Schädlinge · Saat · Monat wählen

Ökomahd

Erste Ökomahd ab Mitte Juni.

Nach der Hauptblüte. Ein Drittel stehen lassen (Altgrasstreifen). Schnittgut 2–3 Tage liegen lassen, dann abfahren — Heu, nicht Mulchen auf Magerrasen.

Düngung

Pause auf der Wiese.

Kein Stickstoff. Wer jetzt düngt, bekommt Glatthafer und Brennnessel, nicht Salbei. Beete nur bei sichtbarem Hunger.

Schädlinge

Absammeln, Nützlinge.

Kartoffellaubkäfer und Schnecken morgens absammeln. Kein Neem auf blühende Bestände — es trifft Wildbienen.

Saatgut

Nicht säen.

Zu warm, zu konkurrenzstark. Lücken merken für die Herbstsaat.

Regiosaatgut · UG 7

Saatgut aus der Region

Sechs Mischungen, gebaut aus Arten der GEK-Liste. Herkunft Hessen und südwestdeutsches Berg- und Hügelland — keine Ackerblühmischung aus dem Baumarkt. Obenauf säen, andrücken, mager halten.

Ökomahd

Mähen, ohne die Tracht zu löschen

  • Staffeln, nie kahl.

    Immer ein Drittel bis 20 % stehen lassen. Altgrasstreifen am Rand oder in der Mitte — dort überwintern Insekten und späte Falter finden Nektar.

  • Hoch schneiden.

    Schnitthöhe 8–10 cm. Tiefer zerstört Rosetten und Nester. Balkenmäher vor Motorsense, Sense vor Mulcher.

  • Schnittgut abfahren.

    Zwei bis drei Tage liegen lassen (Samen fallen, Insekten fliehen), dann abfahren. Mulchen düngt — Magerrasen vergrast.

  • Nach der Blüte, nicht nach dem Kalender.

    Erste Ökomahd wenn die Hauptblüte kippt, oft Mitte Juni. Wer nach Datum mäht, mäht die Tracht weg.

Natürlicher Dünger

Was den Boden füttert — und was ihn ruinieren würde

  • März und September · Beete, Gehölze — nicht Magerrasen

    Reifer Kompost

    Die Grundlage. Dünn, wie Kaffeesatz, einarbeiten oder als Decke. Unreifer Kompost raubt Stickstoff.

  • März · Stauden, Hecken, Obst

    Hornspäne / Hornmehl

    Langsamer organischer Stickstoff. Späne über Monate, Mehl schneller. Nie auf magere Wiese.

  • Februar–April · Beete, Kompostmiete

    Urgesteinsmehl

    Basalt oder Diabas: Spurenelemente, kein Stickstoff. Eine Hand voll je m². Gut in die Kompostmiete.

  • April–Juni · Starkzehrer, nie Wiese

    Brennnesseljauche

    1 kg frische Brennnessel auf 10 l Regenwasser, 10–14 Tage, 1:10 gießen. Ungären (24 h) 1:5 gegen Läuse.

  • Mai–August · Tomate, Rose, Beete

    Beinwelljauche

    Kaliumreich. Wie Brennnessel ansetzen. Knollen-Beinwell steht im Verzeichnis — nicht die Gartenform aus dem Osten.

  • Immer · Magerrasen, Sandrasen, Trockenmauer

    Nichts. Mager lassen.

    Salbei, Thymian, Sonnenröschen brauchen Armut. Dünger ist hier ein Schaden, kein Pflegefehler den man später korrigiert.

Natürliche Bekämpfung

Gegen Schädlinge, ohne die Insekten zu töten

  • Läuse, Raupen, Schnecken

    Nützlinge zuerst

    Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen, Igel, Kröte, Meise. Wer spritzt, tötet die Kontrolle. Vielfalt pflanzen, Wasser, Totholz, keine Nachtbeleuchtung.

  • Blattläuse

    Brennnessel, unvergoren

    24 Stunden in Regenwasser, 1:5, abends punktuell. Nicht auf offene Blüten. Vergorene Jauche ist Dünger, kein Pflanzenschutz.

  • Mehltau, Rost

    Schachtelhalmbrühe

    Kraut 24 h ansetzen, aufkochen, 1:5. Vorbeugend alle 10 Tage. Befallene Blätter vorher abnehmen.

  • Schnecken, Käfer

    Absammeln

    Morgens, Bretter als Fallen, Gießkannenrand. Kein Schneckenkorn, kein Biergefäß (tötet Igelbeute und Nützlinge).

  • Befall überhaupt

    Mischpflanzung

    Keine Fläche nur eine Art. Duftende Nachbarn (Rainfarn, Schnittlauch, Knoblauch) stören Suchflug. Lücken schließen mit Bodendeckern aus dem Verzeichnis.

  • Chemie, Neem in Blüte

    Was wir nicht tun

    Kein synthetisches Insektizid, kein Neem auf blühende Bestände, kein Bacillus flächig. Was Insekten tötet, tötet die Tracht.

Lesen

Was der Graph genau meint

Die Zahl oben, zum Beispiel 120 m², ist die Fläche des Gartens. Die y-Achse ist dieselbe Einheit: blühende Quadratmeter. Nicht Blütenzahl, nicht Prozent — Fläche.

Jede durchgezogene Linie ist eine Art aus dem Verzeichnis. Steht die Linie im Juni bei 100, blühen von dieser Art in einem 120-m²-Garten etwa 100 m². Der Gipfel der Kurve fällt mit der GEK-Hauptblüte zusammen; außerhalb der Blütezeit liegt die Linie bei null.

Der goldene Querstrich markiert den Monat, auf den Sie klicken oder mit dem Finger gehen. Darüber steht der Satz in Klartext: „Im Juni blühen ca. 100 m² des 120-m²-Gartens — an Wiesensalbei.“ Darunter jede Art mit ihrer Fläche und dem Boden, den sie braucht.

Mehrere Arten werden nicht einfach addiert. Der Garten bleibt 120 m². Überlappen sich die Blüten, zählt die überdeckte Fläche nur einmal. Im Februar kann dort stehen: in diesem Mix blüht fast nichts — die gewählten Arten haben ihre Blüte später.

Die gestrichelte Linie ist eine Beispielfunktion, eine ganze Pflanzengesellschaft als Formel. Sie gehört nicht zu einem Beet. Ungültige Eingaben — leere Auswahl, kaputte Klammern, Fläche außerhalb 10–20.000 m² — halten den Graphen an.

Arten im Verzeichnis nachschlagen — mit Boden je Art